VX ONE Klassenvereinigung Deutschland

Pressemitteilung der VX ONE International Class Association

Die internationale VX ONE Klassenvereinigung ist stolz darauf, dass der Weltverband des Segelsports die VX ONE nach der jüngsten Abstimmung auf der Jahreskonferenz des Council offiziell als internationale Klasse anerkannt hat.

„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung“, sagte Jeff Eiber, Präsident der internationalen KV. „Sie öffnet allen Seglern – vom Wochenend-Segler bis zum Olympiasieger – die Türen, an offiziell anerkannten Weltmeisterschaften teilzunehmen. Und das in einer, der aufregendsten und lohnendsten Hochleistungs-Einheitsklassen, die es gibt.“

Seit ihrem Debüt hat die VX ONE die Herzen von Seglern aller Leistungsklassen erobert. 2012 von Sailing World zum „Overall Boat of the Year“ und „Best One Design“ sowie vom Sail Magazine zum „Best Boat“ gekürt hat sie seitdem weltweit auf allen fünf Kontinenten eine lebendige Flotte aufgebaut. Die Attraktivität liegt in der einzigartigen Kombination aus High-Speed-Adrenalin mit höchstem Sicherheitslevel, taktischer Herausforderung bei einfachstem Handling und der unvergleichlichen Kameradschaft, die diese Community auszeichnet.

Der Erfolg der VX ONE basiert auf ihrer Designphilosophie: ein schneller, reaktionsfreudiger Hybrid aus Skiff und Kieljolle, der einfach und leicht zu segeln ist. Sogar die Crew ist mit 2 oder 3 Personen flexibel zu gestalten. Ob Wochenendsegler mit Faszination für Performance, ambitionierter Regattasportler mit Liebe zur Präzision oder ein olympischer Segler auf der Suche nach engen, taktischen Wettkämpfen – die VX ONE erfüllt alle Wünsche. Die Boote werden von den leistungsfähigen Bootsbauern olympischer Klassen, Mackay Boats und Ovington Boats gebaut.

Die prestigeträchtige Anerkennung durch World Sailing ist ein wichtiger Meilenstein für jedes Sportboot weltweit. Der Erhalt des internationalen Status ist keine Kleinigkeit, es muss ein strenger, umfassender Prozess durchlaufen werden, der die Größe, Struktur und tatsächliche globale Reichweite der Klasse unter Beweis stellt. Um sich zu qualifizieren, muss eine Klasse einen aktiven Eignerverband mit einer formellen Satzung und technischen Regeln sowie starke, konsistente Regattaaktivitäten auf mehreren Kontinenten vorweisen können.

Die VX ONE-Klasse ist nun berechtigt, offizielle von World Sailing sanktionierte Weltmeisterschaften auszurichten, sowie international ernannte Rennleiter und Offizielle einzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Veranstaltungen nach den höchsten Standards der Fairness und Professionalität durchgeführt werden.

Nachdem die Anerkennung durch World Sailing nun gesichert ist konzentriert sich der Klassenverband auf die Planung seiner ersten Weltmeisterschaft, die für Anfang 2027 geplant ist. Derzeit werden Bewerber und mögliche Austragungsorte geprüft, die Entscheidung in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

„Dies ist ein Meilenstein für die VX ONE-Community“, fügte John Clinton, Lizenz-Inhaber (Mackay Boats), hinzu. „Wir haben ein High Performance-Boot gebaut, das Segler aus allen Bereichen des Sports zusammenbringt, die eine Leidenschaft für schnelles Onedesign-Segeln teilen. Die Anerkennung durch World Sailing würdigt diese Leistung und bereitet den Weg für eine spannende neue Ära.“

Wie haben wir es bis hierher geschafft?

Die Aufnahme beim Weltseglerverband war ein 3 Jahre dauernder, harter Weg. Die Kriterien sind streng, die Prüfung derselben ebenfalls.

Grob gesagt - es braucht mindestens fünf Länder mit existierender Klassenvereinigung, in denen mindestens 15 Boote registriert sind und in denen aktiv Rennen gefahren werden. Als die deutsche KV 2022 startete, hatte Designer Brian Bennet schon lange den Plan, bei WS zu melden. Doch es waren nur vier Länder. Er setzte alle Hoffnungen auf Deutschland.
Der erste Schritt war es, die bestehenden Boote zu finden, dann die Eigner für die KV zu begeistern, dann weitere Boote ins Land und in die Klasse zu bekommen und erste schöne Klassen-Regatten zu veranstalten. Das hat zwei Jahre gedauert.
Anschließend formierte sich offiziell die Internationale Klassenvereinigung, um ein Organ zu schaffen, das formell die Aufnahme beantragen konnte. Auch  nicht so einfach wie man es sich vorstellt: jedes Land hat andere Regularien zum Vereinsrecht, Bankkonten etc. Wo den Sitz wählen, wie all die administrativen Hürden nehmen, wie die vielen Boote auf der Welt hier zusammen bringen. Viele nächtliche Meetings waren notwendig. Wenn man von Neuseeland, über Australien, Europa und den gesamten amerikanischen Kontinent Teilnehmer hat wird es mit der Uhrzeit immer für Einige unchristlich.
Ebenfalls wichtiges Thema waren die Class Rules, die bei internationalen WS-Klassen unglaublich detailliert mit WS abgestimmt werden müssen und anschließend auch dort verwaltet werden. Änderungen sind ab dann nur noch in Abstimmung möglich. Wir haben das Glück, Peter Conde als Leiter des Technischen Kommitees der VX ONE ICA zu haben, ehemaliger Laser-Vizeweltmeister und bedeutender Sportfunktionär in leitenden Positionen sowohl im australischen Seglerverband (Yachting Australia / Australian Sailing) als auch im Australian Institute of Sport (AIS). 
Als auch diese Hürde genommen war gingen all unsere Listen und Dokumente in unzähligen Besprechungen durch die verschiedenen Gremien von WS, und im November warteten wir gespannt im Livestream der Jahreshauptversammlung auf die Entscheidung: Und wir haben es geschafft!